„Grenzen überwinden: Kann man mithilfe einer Fremdsprache Grenzen überwinden?“
Wir haben uns zuerst überlegt, welche Grenze wir überwinden wollen und wie. Da uns als bekannteste Grenze sofort die Ländergrenze eingefallen ist, haben wir uns gefragt, was wir als Gründe und als Kritik benutzten würden, um diese Grenze zu überwinden. Wir dachten über einen wichtigen Punkt nach und sind zum Schluss gekommen, dass die Kommunikation im fremden Land, das nicht unbedingt die eigene Muttersprache spricht, wichtig ist. Da man ständig – ob daheim oder im Ausland – die Sprache benutzt, kommt man um sie, wenn man im Ausland ist, praktisch nicht herum. Zu diesem Thema haben wir dann alle Menschen, die wir kennen, die mit Sprachen zu tun haben oder mehre Sprachen sprechen, aufgesucht, um sie zu interviewen. Dazu gehörten zwei Mitschülerinnen aus Mazedonien und der Türkei, ein Ehepaar aus Spanien und ein Luxemburger, der dreisprachig aufgewachsen ist. Außerdem sprachen wir mit einer Chefin, die ohne Englisch ihren Beruf nicht ausüben könnte, einem Arzt aus der Slowakei, unserer Englischlehrerin, unserer Französischlehrerin und unserem Lateinlehrer. Wir haben ihnen allen dieselbe Frage gestellt: Kann man mithilfe einer Fremdsprache Grenzen überwinden? Die Antworten beruhten im Grunde immer auf der Basis „ja, weil…“. Das war nicht sehr erstaunlich, weil wir uns schon vorher persönlich dafür entschieden hatten, dass Fremdsprachen einem helfen, Grenzen zu überwinden. Aber die Begründung dafür war umso interessanter. Hier einmal das zusammengefasste Resultat:Ja, man kann Grenzen mit Sprachen leichter überwinden, da…
Aber: Sie sind nicht das einzige Mittel um Grenzen zu überwinden.
Es ist interessant, weil wir nie gedacht hätten, dass es so viele verschiedene und wichtige, durchdachte Antworten sind. Jeder hatte eigene, individuelle Begründungen zu diesem Thema. Es war auch jedem ein effektiver Weg, eine Grenze mit Sprachen zu überwinden. Es werden auch Länder bevorzugt, in denen man die Sprache schon kennt. Wir haben auch herausgefunden, dass Englisch eine wichtige Sprache ist und dass man diese nicht unterschätzen sollte, denn im Geschäftlichen ist jedes zweite Telefongespräch auf Englisch. Deutsch wäre aber fast zur Weltsprache geworden, da man sich im Deutschen viel besser und ausführlicher Ausdrücken kann.
Deswegen sollte man schon in jungen Jahren, das heißt schon im Kindergarten, ein Gefühl für die Sprachen bekommen. Englisch ist unter anderem auch eine einfache Sprache, im Gegensatz zu anderen Fremdsprachen, die sogar andere Zeichen benutzen. Aber es kann gut sein, das Englisch sich entwickelt, nicht so wie die Kunstsprache Latein, die irgendwann bei Cäsar und Cicero stehen geblieben ist. Die Romanischen Sprachen haben sich durch Akzente und dem Keltischen sehr vom ursprünglichen Latein abgegrenzt. Da haben wir uns dann gefragt, warum Latein dann überhaupt noch unterrichtet wird. Wir dachten an die geläufige Redewendung „Latein hilft dir andere Sprachen zu lernen und zu verstehen“ und haben kurzerhand unseren Lateinlehrer Herrn Ureland gefragt, ob das wirklich stimmt. Und wirklich: Es stimmt, da Latein die Grundbasis der Grammatik an alle Töchtersprachen weiter gegeben hat.
In welcher Sprache zwei- bzw. dreisprachige Menschen denken, ist auch erstaunlich. Die meisten denken in der Sprache des Landes, aus dem sie kommen. Wir haben festgestellt, dass jede Sprache ihre ganz eigene „Straße“ hat. Das muss man so verstehen: Jede Sprache hat ihre eigene ganz einzigartige Ausdrucksweise, Grammatik und Aussprache. Bei der Frage, welche Sprache schwieriger ist, war häufig das Aufwachsen und Leben in Deutschland ein Grund dafür, Deutsch als leichter zu empfinden. Als gutes Beispiel dient uns da das Französische mit den zwei Artikeln la und le, die aus eigener Erfahrung oft Schwierigkeiten bereiten. Denke man dann an unseren dritten Artikel, wird einiges klar. Es ist schon schwierig, sich zu merken, welcher Artikel zu dem Wort gehört. Im Französischen kann es nur so sein, dass wenn es nicht la ist, dann ist es le – und umgekehrt. Aber im Deutschen kann es, wenn es nicht die ist, auch noch das oder der sein und umgekehrt. Und das war nur der Artikel.
Es ist auch interessant, dass die Meinungen um das Pflichtfach mit einer Sprache so auseinander gehen. Das es eines geben sollte ist klar und auch notwendig. Aber welche Sprache soll es sein? Unsere Französischlehrerin Frau Heidinger findet, dass es wegen der nahen Lage Frankreichs sinnvoll wäre, Französisch als Pflichtfach einzuführen. Sie findet es sogar genauso wichtig wie die Weltsprache Englisch. Das derzeitige Pflichtfach Englisch, mit Ausnahme von Karlsruhe, ist aber nach Ansicht von Frau Mundt zurzeit vollkommen ausreichend. Sie ist zwar auch der Ansicht, dass Mandarin und irgendeine indische Zentralsprache auch ganz gut wären, aber Englisch reicht erst mal.
Wie selber finden auch, dass man mithilfe von Fremdsprachen Grenzen überwinden kann und bevorzugen Länder, in denen wir die Landessprache schon sprechen können. Am besten fanden wir die Aussage, dass wenn man die Sprache eines Landes versteht, versteht man auch das Land. Man kann sie aber auch im übertragenden Sinne verstehen, das heißt, warum es jemand macht und wie. Im Großen und Ganzen haben die Interviewten unsere Erwartungen haushoch übertroffen. Es hat uns sehr viel Spaß gemacht. Auf jeden Fall haben wir – und das ist glauben wir das Wichtigste – viel über Sprachen gelernt, über ihre Anwendung, Bedeutung und ihren Nutzen.
Die Teilnehmer 2012:
Schulzentrum Geschwister Scholl
Lerngruppe 4 (Jahrganggsstufe 10)
Bremerhaven
Das Moor
Max-Steenbeck-Gymnasium
Klasse 11
Cottbus
48
Marie-Curie Mittelschule
Klasse 9a
Dohna
Deutschland und die Umwelt
Humboldt-Gymnasium
AG Geschichte (Jahrgangsstufe 8)
Eichwalde
Das Oderbruch - Ein dem Wasser abgerungener Lebensraum
Maria-Wächtler-Gymnasium
Klsase 9d
Essen
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Gymnasium Essen-Überruhr
Zusatzkurs Geschichte (Jahrgangsstufe 13)
Essen
Mission Impossible? Reiner McClean im Kampf für ein sauberes Lernklima
Johanneum Gymnasium
Geschichts-AG (Jahrgangsstufe 9-13)
Herborn
„Bitterfeld ist die schmutzigste Stadt Europas!“?
Stephanusschule
Wahlpflichtkurs Geschichte und Medien (Jahrgangsstufe 7-10)
Krefeld
Das Eiserne Ross - Die Entwicklung des Krefelder Stadtteils Oppum durch die Eisenbahn
Trave-Gemeinschaftsschule
Klasse 7e
Lübeck
Das Referat
Freiherr-vom-Stein-Gymnasium
Klasse 9
Lünen
1916 bis 2012 und weiter: Aurubis - Eine Umwelt-Staubschleuder?
Fürstenbergschule
Klasse 8a und Klasse 8b
Münster
Die dicken Pötte werden kommen - Kanalausbau in Münster
Immanuel-Kant-Gymnasium
Klasse 11
Münster
„Nie wieder steig' ich himmelan!“ - Die Auswirkungen der Waldschadensdebatte auf die Umweltpolitik in der Bundesrepublik Deutschland
Albert-Einstein-Gymnasium
Klasse 7e
Neubrandenburg
Jahresversammlung der Borkenkäfer am AEG
Astrid-Lindgren-Schule
Klasse 4a
Niestetal
Klimawandel - Eine kurze Geschichte
Johannes-Brahms-Schule (Gruppe 1)
Klasse 11e
Pinneberg
Die pflanzliche Zukunft in Deutschland
Johannes-Brahms-Schule (Gruppe 2)
Klasse 11e
Pinneberg
Umwelthauptstadt Hamburg 2011 und in der Zukunft!?
Johannes-Brahms-Schule (Gruppe 3)
Klasse 11e
Pinneberg
Historisch und kulturell bedingte Sichtweisen zum Klimaschutz und Klimawandel
Papst-Johannes XXIII.-Schule
Klasse 12a
Pulheim
Eine Zeitreise
Gustav-von-Schlör Schule
BOS 11 Vorklasse
Weiden
Erdöl
Oberlinschule Volmarstein
Basisgruppe der Unterstufe (Jahrgangsstufe 1-4)
Wetter/Ruhr
Wasser, Luft und Erde - Kinder erleben die Schöpfungsgeschichte