„Grenzen überwinden: ,,Ne donne pas sida une chance!‘‘ (,,Gib Aids keine Chance!‘‘)“
Wir, die Klasse 10C der Staatlichen Realschule Bruckmühl sowie unsere Religionslehrerin Frau Claudia Bauer, haben mit großer Freude am HISTORY-AWARD teilgenommen. Wir finden es sehr wichtig, über AIDS nachzudenken und möchten mit unserem Projekt auch andere dazu motivieren. Unser Ziel ist es, andere dazu zu befähigen, ,,über die Grenzen‘‘ zu blicken und Vorurteile gegenüber Menschen mit Aids in der Gesellschaft abzubauen.
Unsere Arbeit besteht aus einem selbst entworfenen Drehbuch in französischer Sprache und einem von Schülerhand gedrehten Video über die Übertragung von Aids, die Risikofaktoren der Übertragungsmöglichkeiten, die Prävention, die Folgen und einem abschließenden Ausblick bzw. Appell. Da wir den Französisch-Zweig der Realschule besuchen, entschieden wir uns für die französische Sprache.
Wir wollten die szenische Darstellung mit dem Todesfall eines Aids-Infizierten beginnen, um das Publikum gleich zu Beginn wachzurütteln und ihm die drastischen Folgen von AIDS deutlich vor Augen zu führen. Um die Situation noch deutlicher hervortreten zu lassen, verwendeten wir eine Farbsymbolik. So wählten wir für den toten HIV-Infizierten die Farbe Schwarz als Zeichen der Vergänglichkeit und des Todes sowie die Farbe Weiß als Zeichen der Reinheit für den gesunden Menschen, der sich vor AIDS schützt. Als weiteres Zeichen für Letzteres wählten wir dafür die angesteckte rote AIDS-Schleife.
Als nächstes wollten wir dem Publikum zeigen, dass Tod durch AIDS nicht sein muss und dass jeder Einzelne etwas dagegen tun kann. Wichtig war uns bei dem Videodreh auch, dass dem Publikum anschaulich und ohne Hemmung anhand einer mitgebrachten Kerze und eines Kondoms die wesentliche Präventionsmöglichkeit vor AIDS aufgezeigt werden konnte. Auch hier haben wir wieder bewusst die Farbsymbolik herangezogen, diesmal wählten wir die Farbe Grün als Zeichen der Hoffnung und des Lebens überhaupt.
Anschließend vermittelten wir dem Publikum die Übertragungsmöglichkeiten des Virus HIV und den damit verbundenen Risikofaktoren. Zur Visualisierung verwendeten wir je nach Risikofaktor orange- und rotfarbene Plakate, die dazu dienen sollten, die Gefahr anhand der Signalfarben anschaulich zu bekräftigen. Die Farbe der Kleidung wurde auf die jeweilige Farbe der Plakate im Hintergrund abgestimmt. So verwendeten wir die Farbe Rot als Zeichen für Gefahr und Verbot und die Farbe Orange, die zwar in Ihrem Signal abgeschwächter ist als die Farbe Rot, aber dennoch ihre Wirkung als Zeichen von Wandel (zum Schlechteren hin) aufweist. Abschließend soll mit dem Anstecken einer AIDS-Schleife an den Körper einer HIV-Infizierten noch einmal verdeutlicht werden, dass jeder, wenn er sich schützt, gesund bleiben kann.
Schülerdrehbuch:
1. Szene:
Eine in schwarz gekleidete Person (vor schwarzen Plakaten) hält Todesanzeige mit beiden Händen vor dem Körper. Eine in weiß gekleidete Person mit angesteckter Aids-Schleife (vor weißen Plakaten) spricht der ,,toten‘‘ Person zugewandt folgenden Satz: ,,Il est mort du sida‘‘ (,,Er ist an Aids gestorben‘‘).
2. Szene:
Eine in grün gekleidete Person spricht zunächst betroffen, dann beruhigend: ,,Il n’existe ni vaccin ni remède pour lutter contre la contamination par le virus VIH. Cependant, il existe une protection simple et efficace: les PRÉSERVATIFS!‘‘ (,,Gegen Aids gibt es weder Impfungen noch ein Heilmittel. Aber es gibt einen einfachen und wirkungsvollen Schutz vor der Ansteckung: KONDOME schützen!‘‘)
Die besagte Person hält ein echtes Kondom hoch und stülpt es über eine Kerze.
3. Szene:
Im Hintergrund sieht man Personen mit angesteckter Aids-Schleife, die sich ,,stumm‘‘ unterhalten bzw. stumm aneinander vorbeigehen. Eine in grün gekleidete Person spricht energisch: ,,La transmission du virus HIV‘‘ (,,Die Übertragung des Virus HIV‘‘)
4. Szene:
Verschiedene Personen treten je nach Risikofaktor in den Farben orange und rot gekleidet auf. Sie halten Schilder hoch, welche den jeweiligen Risikofaktor anschaulich verdeutlichen.
a) Eine in rot gekleidete Person spricht betroffen: ,,Utilisation commune de
seringues et d’aiguilles’’ (,,Gemeinsame Benutzung von Spritzen und Nadeln‘‘)
Die besagte Person hält stumm ein rotes Schild hoch mit der Aufschrift: Risque très élevé (Risiko sehr groß).
b) Eine weitere in rot gekleidete Person spricht betroffen: ,,Coït anal sans protection
(Sodomie)’’ [,,Ungeschützter Analverkehr (Darmverkehr)‘‘] Die besagte Person hält stumm ein rotes Schild hoch mit der Aufschrift: Risque très élevé (Risiko sehr groß).
c) Eine andere in rot gekleidete Person spricht betroffen: ,,Rapports vaginaux sans protection‘‘
(,,Ungeschützter Vaginalverkehr‘‘) Die besagte Person hält stumm ein rotes Schild hoch mit der Aufschrift: Risque élevé (Großes Risiko).
d) Eine in orange gekleidete Person spricht betroffen: ,,Rapports buccogénitaux (Fellation au Cunnilingus)‘‘ [,,ungeschützter Oralverkehr]. Die besagte Person hält stumm ein oranges Schild hoch mit der Aufschrift: Le risque existe. (Risiko besteht.)
e) Eine in rot gekleidete Person spricht betroffen: ,,Grossesse d’une femme contaminée par le virus VIH‘‘ (,,Schwangerschaft bei einer HIV-infizierten Frau‘‘) Die besagte Person hält stumm ein rotes Schild hoch mit der Aufschrift: Risque élevé pour l’enfant (Risiko für das Kind groß).
5. Szene:
Zwei Personen geben sich die Hände. Die eine davon ist in rot gekleidet (= Aids), die andere in weiß mit angesteckter Aids-Schleife (= nicht infiziert). Die in weiß gekleidete Person heftet der in rot gekleideten eine Aids-Schleife an und spricht dem Publikum zugewandt laut und deutlich folgenden Satz, dabei den linken Daumen aufzeigend: ,,Ne donne pas sida une chance!‘‘ (,,Gib Aids keine Chance!‘‘)
6. Szene:
Eine in rot gekleidete Person spricht abschließend eindringlich: ,,Se nomme aussi: décomposer les préjugés – acultiver intégration.‘‘ (,,Heißt auch: Vorurteile abbauen – Integration fördern.‘‘)
Die Teilnehmer 2012:
Schulzentrum Geschwister Scholl
Lerngruppe 4 (Jahrganggsstufe 10)
Bremerhaven
Das Moor
Max-Steenbeck-Gymnasium
Klasse 11
Cottbus
48
Marie-Curie Mittelschule
Klasse 9a
Dohna
Deutschland und die Umwelt
Humboldt-Gymnasium
AG Geschichte (Jahrgangsstufe 8)
Eichwalde
Das Oderbruch - Ein dem Wasser abgerungener Lebensraum
Maria-Wächtler-Gymnasium
Klsase 9d
Essen
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Gymnasium Essen-Überruhr
Zusatzkurs Geschichte (Jahrgangsstufe 13)
Essen
Mission Impossible? Reiner McClean im Kampf für ein sauberes Lernklima
Johanneum Gymnasium
Geschichts-AG (Jahrgangsstufe 9-13)
Herborn
„Bitterfeld ist die schmutzigste Stadt Europas!“?
Stephanusschule
Wahlpflichtkurs Geschichte und Medien (Jahrgangsstufe 7-10)
Krefeld
Das Eiserne Ross - Die Entwicklung des Krefelder Stadtteils Oppum durch die Eisenbahn
Trave-Gemeinschaftsschule
Klasse 7e
Lübeck
Das Referat
Freiherr-vom-Stein-Gymnasium
Klasse 9
Lünen
1916 bis 2012 und weiter: Aurubis - Eine Umwelt-Staubschleuder?
Fürstenbergschule
Klasse 8a und Klasse 8b
Münster
Die dicken Pötte werden kommen - Kanalausbau in Münster
Immanuel-Kant-Gymnasium
Klasse 11
Münster
„Nie wieder steig' ich himmelan!“ - Die Auswirkungen der Waldschadensdebatte auf die Umweltpolitik in der Bundesrepublik Deutschland
Albert-Einstein-Gymnasium
Klasse 7e
Neubrandenburg
Jahresversammlung der Borkenkäfer am AEG
Astrid-Lindgren-Schule
Klasse 4a
Niestetal
Klimawandel - Eine kurze Geschichte
Johannes-Brahms-Schule (Gruppe 1)
Klasse 11e
Pinneberg
Die pflanzliche Zukunft in Deutschland
Johannes-Brahms-Schule (Gruppe 2)
Klasse 11e
Pinneberg
Umwelthauptstadt Hamburg 2011 und in der Zukunft!?
Johannes-Brahms-Schule (Gruppe 3)
Klasse 11e
Pinneberg
Historisch und kulturell bedingte Sichtweisen zum Klimaschutz und Klimawandel
Papst-Johannes XXIII.-Schule
Klasse 12a
Pulheim
Eine Zeitreise
Gustav-von-Schlör Schule
BOS 11 Vorklasse
Weiden
Erdöl
Oberlinschule Volmarstein
Basisgruppe der Unterstufe (Jahrgangsstufe 1-4)
Wetter/Ruhr
Wasser, Luft und Erde - Kinder erleben die Schöpfungsgeschichte