Willibald Gluck Gymnasium – Neumarkt

„Grenzen überwinden: Zwischen Nembercha Bradwerschd und Rengschbuaga Knacker“

Wir sind der Wahlkurs V€GA (Vereintes Europa – Gemeinsam Arbeiten), der sich aus 22 Schülern der achten bis einschließlich elften Klasse zusammensetzt und sich mit Rhetorik, Politik und diversen Projekten beschäftigt. Auf den HISTORY-AWARD sind wir gestoßen, weil wir uns darüber einig waren, dass in unserem Wahlkurs mal wieder etwas gemacht werden sollte, bei dem am Ende ein Ergebnis steht.

Wir haben uns für das Thema unseres Beitrages entschieden, weil wir dazu mehr Bezug haben als zum „großen“ Thema unseres Wahlkurses, Europa, da Neumarkt direkt an der Grenze zwischen den beiden Regierungsbezirken Mittelfranken und Oberpfalz liegt und der „Konflikt“ sozusagen tagtäglich an unserer Schule beobachtet werden kann. Bezüglich der Durchführung waren wir uns schnell einig, dass wir eine Art Spielfilm machen wollen, um das Projekt lebendig zu gestalten. Für Szenen, für die uns diese Art der Darstellung als schwierig und zu aufwändig erschien und auch um die Glaubwürdigkeit zu erhöhen, wollten wir die Aussagen eines Geschichtsexperten verwenden.

Am Anfang unserer Arbeit stand selbstverständlich die Informationsbeschaffung. Neben Recherchen im Internet verwendeten wir dazu Bücher, die entweder von den Teilnehmern unseres Wahlkurses von zu Hause mitgebracht wurden oder die wir im Stadtarchiv Neumarkt einsehen durften. Die Quellenlage war relativ karg, weswegen allein dieser Teil schon viel Zeit in Anspruch nahm.

Als Nächstes musste das Wissen, das wir uns angeeignet hatten, in eine solche Form gebracht werden, dass man es als Film zeigen konnte. Wir machten uns also daran, erste Drehbücher zu schreiben. Da wir uns für eine Darstellung als Spielfilm entschieden hatten, standen uns viele verschiedene Möglichkeiten offen, in welcher Form wir die Geschichte vermitteln konnten.

Diese Möglichkeiten wurden auch genutzt, so dass wir schließlich ein Drehbuch vor uns hatten, bei dem die Handlung an den unterschiedlichsten Orten stattfinden sollte sowie bei der die verschiedensten Kostüme und Requisiten gebraucht wurden. Der nächste Punkt war die Organisation der benötigten Materialien und der Schauplätze, um die sich jeweils eine Person unseres Wahlkurses kümmerte. Bei mehreren Verantwortlichen wäre lediglich die Wahrscheinlichkeit höher gewesen, dass Kommunikationsprobleme auftreten.

In Sachen Kostüme und Requisiten unterstützen uns dabei der Wallenstein-Festspielverein Altdorf e.V., die Mittelalterfreunde Neumarkt Pfalzgräfisches Gefolge e.V., die Passionsspiele Neumarkt, die Musicalgruppe Just for Fun Neumarkt e.V., das Haus St. Marien gGmbH sowie die Pfarrei St. Johannes Neumarkt i.d.Opf. Bei den Schauplätzen möchten wir uns besonders für die Unterstützung durch die Gemeinde Burgthann, die Stadt Nürnberg, die Stadt Neumarkt sowie das Direktorat des Willibald-Gluck-Gymnasium Neumarkt bedanken.

Nachdem diese beiden Punkte geklärt waren, konnten wir uns endlich dem Drehen widmen. Unterstützt von zwei befreundeten Kameramännern und einem Mitarbeiter des Direktorats als „weiser Lehrer“ begannen wir damit, die Schulhofszenen zu filmen. Der nächste Drehtermin fand vor der Johanneskirche in Neumarkt statt, bei dem wir die Marktszenen spielten. In der Woche darauf fuhren wir mit der Bahn nach Nürnberg, wo wir im Historischen Rathaussaal alle Innenraumszenen drehten. Auf der Burgthanner Burg filmten wir das, wozu wir das Ambiente einer mittelalterlichen Burg benötigten. Zuletzt stellten wir die Schlachtszenen nach, die auf freiem Felde stattfinden sollten. Damit hatten wir alle Szenen für den Spielfilm geschafft und ein weiterer großer Posten war erledigt.
Lediglich das Interview mit Dr. Frank Präger, dem Neumarkter Stadtarvichar, fehlte uns noch. Nach einem ersten Gespräch mit ihm, das wir veranschlagten, um Unklarheiten und Ungereimtheiten bei unseren Fragen zu klären, trafen wir uns ein weiteres Mal, um die Antworten aufzuzeichnen. Des Weiteren erklärte sich Dr. Präger freundlicherweise bereit, den Text, der bei den Szenen im Hintergrund läuft, vorzulesen.

Nachdem das erledigt war, konnten wir zum letzten Teil unserer Arbeit übergehen: dem Schneiden. Unsere Kameramänner übernahmen das ebenfalls, da sie darin Übung sowie die nötige Schnittsoftware besaßen. Erst zu diesem Zeitpunkt kam der Leiter unseres Wahlkurses, Dr. Thomas J. Kraus, aus seiner drei Monate währenden Elternzeit zurück und war zugleich überrascht und erfreut über das, was wir in der Zeit seiner Abwesenheit auf die Beine gestellt hatten.

Am Ende waren wir alle mehr als zufrieden mit dem Ergebnis unserer Arbeit. Wir hatten einen Film geschaffen, der zugleich informativ und unterhaltend war. Die Arbeit hat uns allen sehr viel Spaß gemacht und wir sind nun um eine wertvolle Erfahrung reicher. Hoffen wir, dass auch abgesehen davon unsere Bemühungen nicht umsonst waren.


Bilder des HISTORY-AWARD

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