Rosenstein-Gymnasium – Heubach

„Grenzen überwinden: psychosocial“

Im Rahmen des Ethik-Unterrichts haben wir unseren Film „psychosocial“ gedreht, da das Thema „Über die Grenzen“ unserer Meinung nach nicht nur historisch, sondern auch kulturell betrachtet werden kann. Es kann somit ausgezeichnet im Ethikunterricht aufgegriffen werden. Wir wollten zeigen, dass man der Ausgrenzung, welche in unserer Gesellschaft allgegenwärtig ist, Grenzen setzen muss. Durch die nicht stattgefundene Integration, die durch „die Täter“ verursacht wurde, war es Murat nicht möglich, die Grenze zwischen ihm und dem neuen Umfeld zu überwinden. Unser Film „psychosocial“ thematisiert das wohl schlimmste, was einem Menschen zugefügt werden kann: Die Kombination von Ausländerfeindlichkeit und Mobbing.

Zuerst wird einem der seltsame Titel auffallen. „psychosocial“ ist eine von uns spontan erfundene Wortschöpfung. Diese bezieht sich auf die Täter, die unserem Protagonisten das Leben zur Hölle machen. Der Begriff lässt sich in zwei Teile spalten: „Psycho“ erklärt, was sie mit Murat anstellen: Ausschließen, mobben, ignorieren. „Sozial“ fühlen sich die Täter dabei, ohne zu merken, welche Auswirkungen dieses Handeln auf Murats Psyche hat.

Unsere ursprüngliche Idee war darzustellen, dass Mobbing für die Täter unbewusst  geschieht und trotzdem den Alltag des Opfers zunehmend bestimmt. Dies wollten wir durch mehrere Rückblenden auf Murats Schulweg zeigen: Kleine Details im Alltag erinnern Murat sowohl an bessere Zeiten (wie sein Leben in Turkmenistan) als auch an schreckliche Momente in seinem Leben, als seine Mitschüler ihn zu einer Party nicht eingeladen haben oder als er rassistisch im Unterricht beleidigt wurde. Dies macht sein Leben unerträglich, da Ausgrenzung allgegenwärtig ist.

Die einzige Möglichkeit, um Mobbing vorzubeugen, ist unserer Meinung nach eine Änderung in der Haltung der Mitläufer. Soll man bequem wegschauen? Oder soll man die Initiative ergreifen und den Tätern die Augen öffnen? Wir geben hier dem Zuschauer am Ende des Filmes zwei Entscheidungsmöglichkeiten: Er kann entweder als Mitläufer weitermachen und sich dann wundern, wenn die Situation eskaliert und die ganze aufgestaute Wut, Frustration und Trauer aus Murat herausbricht. Oder er verhält sich „social“, hilft Murat bei der Integration und überwindet so die Grenzen der von den Tätern aufgebauten Wand zwischen Murat und seinem Umfeld.

Wir hoffen, dass unserer Film zum Umdenken anregt und verhindert, dass unser erfundenes Szenario Wirklichkeit wird.


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