Das Eiserne Ross - die Entwicklung des Krefelder Stadtteils Oppum durch die Eisenbahn
Das Thema des HISTORY-AWARD 2012 ist „Mensch und Umwelt. Eine Beziehung mit Geschichte“
Zu Beginn des Produktionsprozesses wussten wir noch nicht, in welche Richtung unsere Themenwahl verlaufen sollte. Doch nach einigen Überlegungen kamen wir auf die Idee, die Geschichte unseres Heimatstadtteils Oppum zu erforschen. Es stellte sich sehr schnell heraus, dass unsere Schule ohne die Entwicklung der Eisenbahn wahrscheinlich gar nicht existieren würde. Denn die Verlegung einer Eisenbahntrasse durch die Oppumer Moorlandschaft sorgte für deren Trockenlegung und die Ansiedlung von Menschen. Dieser Eingriff in die Natur war also einschneidend und gab unser Thema her.
Um das Projekt überhaupt zu bewältigen bildeten wir Arbeitsgruppen.
Zunächst galt es hierbei in Recherche (sowohl in der Schule als auch zu Hause) die wesentlichen Fakten zusammenzutragen.
Um die gesamten Informationen zusammentragen zu können und in das Thema einzusteigen war ein Besuch im Stadtarchiv Krefeld erforderlich. Das Stadtarchiv in Krefeld bot uns eine Menge Informationen zu unserem eigentlich doch schweren Thema, doch das Stadtarchiv war nicht unsere einzige Wissensquelle, dazu gehören das Internet und unsere Schulbücherei die uns mit Büchern ausreichend versorgte.
Zum Glück wurde die Gesamtspielzeit des Beitrags auf ca. 15 Minuten begrenzt, andernfalls wäre der Schnitt des Filmes viel zu aufwändig geworden. Die Gruppen mussten also ihre jeweiligen Themen eher kurz abhandeln. Die Schülerinnen und Schüler entschieden sich das Oberthema wie folgt zu gliedern:
1.Bahnhöfe damals
2.Bahnhöfe heute
3.Landschaft damals und heute
4.Vor-und Nachteile der Eisenbahn
5.Stadtentwicklung
6.Der Schluff
7.Technikteam
Gruppe: Bahnhöfe damals
Gruppenmitglieder: Erik Schrader, Rana Ercin, Meik Bowski
Diese Arbeitsgruppe hat sich mit der ersten gebauten Eisenbahn der Welt beschäftigt. Natürlich erarbeiteten sie die ersten Bahnhöfe und suchten die dazu gehörigen Informationen heraus, bearbeiteten sie zusammen und bastelten an der Moderation für die entsprechenden Texte.
Gruppe: Bahnhöfe heute
Gruppenmitglieder: Sarah Dehmer, Joan Goebel, Melanie Huys
Diese Gruppe beschäftigte sich mit den Bahnhöfen der heutigen Zeit, dazu gehören unser Krefelder Hauptbahnhof, aber auch der wesentlich größere Bahnhof in Köln. Die verschiedenen Videoaufnahmen wurden an den verschiedenen Orten aufgenommen und die Audiodateien zu den zugehörigen Themen teils in der Schule eingesprochen.
Gruppe: Landschaft damals und heute
Gruppenmitglieder: Joan Goebel, Natalja Majorova, Tan Berici
Diese Gruppe hat sich um die Information der Anfänge der Eisenbahn im Rheinland gekümmert, doch auch Die Tranchotszene, der Verkehr in Oppum und die Heideclips in Hüls gehörten zu dem Aufgabenbereich der Arbeitsgruppe.
Gruppe: Vor- und Nachteile der Eisenbahn
Gruppenmitglieder: Dimitri Feller, Cao-San Le, Justin Kessel
Wie der Name dieser Gruppe schon verrät, kümmerte sich diese Gruppe um die Vor- und Nachteile der Eisenbahn.
Gruppe: Stadtentwicklung
Gruppenmitglieder: Samantha Erfurt, Tim Vois, Viktor Kuznekov
Diese Gruppe kümmert sich um die Fragen wie hat sich diese Stadt eigentlich entwickeln können? Warum genau durch die Eisenbahn? Dazu hat sich die Gruppe um eine Animation gekümmert, welche die Eingemeindung Oppums darstellt.
Gruppe: Der Schluff
Gruppenmitglied: Rana Ercin, Tan Berici, Dimitri Feller
Was ist der Schluff eigentlich?
Der Schluff war damals ein wichtiger Bestandteil, ist er das heute noch immer?
Mit diesen Fragen beschäftigte sich die Gruppe, dazu hat die Gruppe ein Interview mit einem Lokführer geführt, der sich netterweise dazu bereiterklärte. Der Schluff bot uns ein optimales Bild für unsere Aufnahmen.
Gruppe: Technik
Gruppenmitglieder: Sarah Dehmer, Joan Goebel, Meik Bowski
Die Technik/Schnitt Arbeitsgruppe hat die Regie und die Kameraführung an den verschiedenen Drehorten vorgenommen. Anschließend wurden von der Arbeitsgruppe die Videos, Bilder und Moderationen in den thematischen Ablauf eingeordnet. An einem Wochenende wurden dann sämtliche Clips und Tracks zusammengefügt. Nach langem Hin und Her haben wir das Video anschließend in der Schule gerendert.
Drehorte:
Für das Geschichtsprojekt nutzten wir zum Filmen verschiedene Orte, die wir als Klassenfahrtsziele ansteuerten, z. B. die Studienfahrt nach York und der damit verbundene Besuch der Stadt Brügge. Unsere Gruppe fand hier diverse geeignete Motive. Außerdem drehten wir in Köln, in einem Moor und in Krefeld einschließlich Oppum. Ein besonderes Hightlight was uns die Stadt Krefeld bieten konnte, war der Schluff (Krefelds historische Dampflok), den wir uns für die Dreharbeiten gemietet haben.
Probleme beim Dreh:
Unser größtes Problem waren die Übergänge von Szene zu Szene. Hier mussten wir harmonisieren. Was uns ebenfalls Schwierigkeiten bereitete war, dass die Drehorte meist laut waren und wir deshalb manche Texte synchron nachsprechen mussten.
Zwei Schauspieler hatten uns professionelle Szenen für unseren Film geliefert, die für unsere Tranchotszene von großer Hilfe waren.
Als Drehort suchten wir uns einen Wald der uns ein passendes Bild lieferte und einen Eindruck vermittelte, wie Oppum vor ca. 200 Jahren aussah.
Fazit:
Zusammenfassend lässt sich feststellen, dass dieses Projekt allen Beteiligten enormen Spaß gemacht hat. Auch jene Schülerinnen und Schüler, welche zunächst etwas zweifelnd an die Sache gingen, fanden schnell in das Thema und nachdem wir zur Hälfte der Projektarbeitszeit einen kurzen Trailer zusammen geschnitten hatten, kam regelrechte Begeisterung auf. Ab diesem Zeitpunkt versuchte jede Gruppe das Optimum aus den ca. 15 Minuten Sendezeit herauszuholen. Selbst die Kursfahrt nach York und Brügge stand nunmehr unter dem Thema Dreharbeiten, da sich die dortigen historischen Stätten ganz besonders als Drehorte eignen.